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Das Flugzeug verlässt am 22. August 2006 um 15:30 Uhr den Flughafen Frankfurt und steuert London Heathrow an. Hoffentlich ohne ein throw up wer den Wortwitz findet gewinnt ein Grinsen geht's dann weiter um 16:05 Uhr nach Montréal Trudeau, beten, dass das Visum akzeptiert wird und dann in die Arme der Empfangscrew fallen. Und dann ... naja, genaueres dann am Ende des 30-Stunden-Tages!

30-Stunden-Tag war eine gute Einschaetzung meinerseits... Alles fing ganz gemuetlich an, in Frankfurt ging der Check-in ungleublich schnell ueber die Buehne, auch die Kontrollen waren ok. Zwar hat British Airways nach der ueblichen Handgepaekkontrolle der Frankfurter noch eine weitere nur fuer ihre Fluggaeste durchgefuehrt (mit Abtasten neben dem Piep-Geraet) aber auch die ging schnell rum und wir haben einen ganz ruhigen und entspannten Flug nach London gehabt.

In London war es dann weniger entspannend, als wir die riesige Schlange vor den naechsten Handgepaeckkontrollen gesehen haben. Diese garantierten eine Wartezeit von 2 Stunden und wir mussten noch von Terminal 1 nach Terminal 4 (angegebene Zeit von BA: 25 Minuten) und hatten aber nur eine Stunde 40 Minuten. Zum Glueck aber denken die Englaender mit und noch bevor wir paniken konnten, kam ein netter Flughafenmitarbeiter und schleuste uns an der Warteschlange auf einem sogenannten `fast track` vorbei direkt an die Roentgenstrahlen. Gefolgt von ein paar hundert boesen und neidischen Blicken der anderen Wartenden haben wir dann die dritte und letzte Kontrolle hinter uns gelassen. Dieses Mal zwar mit Schuhe ausziehen, dafuer durfte ich aber mein Mettbroetchen behalten und niemand hielt meine Querfloete fuer ein Maschinengewehr! Der Flug war dann wieder wenig spektakulaer, gutes Essen, mittelmaessige Filme aber dafuer recht schnell vorbei. Unterwegs in den Flieger haben wir noch eine Deutsche getroffen, die nach Mtl in die Schule geht und zu dritt hat man sich ja auch viel zu berichten. Dann aber - oh jeh!!! Immigration!!! Wer behauptet, dass deutsche Beamten langsam sind? Die Kanadier hier waren schlimmer. Ein Raum voller wartender Menschen, die nur ihr kleines Visum wollen und drei Schalter. Pro Visum ca. 15 Minuten, bei Familien oder Dunkelhautigen laenger, und ... natuerlich waren vor uns nur Familien und Dunkelhaeutige. Nach ueber 2 Stunden kam ich dann dran (man bedenke, wie lange unsere Begruesser draussen warten mussten!) und - huch - ploetzlich gings auch schneller! Drei Belehrungen, was ich darf und was nicht, ein grosses Blatt in den Pass getackert und das wars! Zwar nicht sehr freundlich aber effektiv. Dann musste ich noch zur Quebecer Einreisebehoerde. In der Angst schwebend, das gleiche nochmal mitzumachen bin ich zoegernd dort hin, aber - keine Schlange, ausreichend besetzte Schalter und nur ein

"WillkommeninQuébecwennSieFragenhabenwaehlenSiedieseNummer- hieristeinMetroplanvonMontréalaufWiedersehn" Nicht schlecht!

Naechter Plan: Schnell die Koffer holen und dann weg - von wegen, ein bisschen Spass muss schon noch sein, oder? Und was gibt es schoeneres als unsere Koffer in Mtl zu haben, aber die Rucksaecke noch in London? Lustiger Spass!!! Formulare ausfuellen, erklaeren, anstellen, Zollstempel, wieder anstellen, ausfuellen, erklaeren,... aber dann, mit 60 Kilo zu wenig an Gepaeck und fix und alle fielen wir dann doch noch in die Arme von Christophes Eltern und Verwandten und alle dachten sich nur: ENDLICH!

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